Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)  soll den Flughafen Rostock-Laage ein weiteres Stück voranbringen im Ausbau zum Spaceport / Zusammenarbeit bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten beschlossen

Rostock-Laage, 30. November 2022. Der Flughafen Rostock-Laage entwickelt sich weiter in Richtung Weltraum: Für den Ausbau des Airports im Norden Deutschlands zu einem Spaceport, an dem zukünftig zivile Weltraumflüge Wirklichkeit werden sollen, kooperieren jetzt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Zeitfracht Gruppe als Eigentümer des Flughafens Rostock-Laage. Beide Parteien schlossen dafür einen Vertrag, der die Zusammenarbeit und insbesondere die wissenschaftlich-technische Koordination und die abgestimmte Durchführung von aufeinander bezogenen Aufgaben bei der Evaluierung innovativer Technologien für den Betrieb eines Spaceports Rostock-Laage als Standort für zukünftige Raumfahrtmissionen in Deutschland regelt. Der Vertrag wurde heute (Mittwoch, 30. November 2022) unterschrieben.

Das DLR bindet  Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr, Digitalisierung und Sicherheit in nationale und internationale Kooperationen ein. Besondere Bedeutung hat die Zusammenarbeit mit Partnern der Wirtschaft. Eine Aufgabe des beteiligten DLR Institutes für  Flugführung ist die Integration des Raumflugbetriebes in das Luftverkehrssystem. Ein Kooperationspartner dabei ist künftig der Flughafen Rostock-Laage.

Der Airport hatte sich bereits seit Jahren als perfekter Standort für die Start- und Wiedereintrittsphasen von Raumfahrzeugen auf suborbitalen und orbitalen Flugbahnen ins Gespräch gebracht. Für die erfolgreiche Realisierung von künftigen Raumprojekten ist der Höhenbereich zwischen der Erdoberfläche bis zum Erreichen des Weltraums von besonderer Bedeutung. Und dort  müssen die Startaktivitäten mit dem bestehenden Luftverkehrssystem abgstimmt werden.

In der „Machbarkeitsstudie Spaceport Rostock-Laage“ im Auftrag der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns hatte das DLR bereits in den Jahren 2019 bis 2020 die Eignung des Flughafens Rostock-Laage für verschiedene Missionsvarianten eines Spaceport-Betriebes untersucht und entsprechende Empfehlungen abgegeben. Der jetzt geschlossene Kooperationsvertrag knüpft daran an und  soll den Spaceport Rostock-Laage damit ein weiteres Stück näher an die konkrete Verwirklichung von kommerziellen Weltraum-Projekten bringen.

Bereits zur Übernahme des Flughafens Anfang 2022 hatte die Zeitfracht Gruppe bekräftigt, das Potential des Flughafens auch für Aktivitäten in Richtung Weltraum und dessen Erforschung nutzbar zu machen. Als Spaceport würde der Flughafen Rostock-Laage der zentraleuropäische Zugang zum All. Die Bedingungen dort wie durchgehende Öffnungszeiten, Nähe zur Ostseee und die geografischen Möglichkeiten des Flughafens bieten ideale Voraussetzungen für eine Nutzung als Spaceport.

Maren Wolters, Mitglied des Zeitfracht-Vorstands: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem DLR den stärkstmöglichen Kooperationsparpartner gefunden haben. Wir werden als Nächstes beginnen, gemeinsam Forschungsaktivitäten und Entwicklungsprojekte zu identifizieren und  zu starten. Damit treiben wir ab sofort die Entwicklung des Flughafens in Richtung Spaceport beschleunigt voran.“